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Über Session-Typen und Facilitation…

Wir unterscheiden 3 verschiedene Session-Typen, die der Agile Team Facilitator gestaltet oder zu einer verbesserten Gestaltung beitragen könnte:

  1. sich wiederholende Sessions 
    1. Dazu gehören für ganz klar die typischen agilen Meetings: Planning, Standup-Meeting, Review-Meeting und Retrospektive
    2. Das könnten aber auch regelmäßige Architektur-Besprechungen sein.
    3. Oder aber die Meetings, die in einem skalierten Kontext dazu gehören: Bigroom-Planning, Multi-Team-Retrospektive, Release-Review-Meeting etc
    4. Regelmäßige Team- oder Abteilungsmeetings
  2. einmalige, planbare Sessions
    1. Oft gesehen sind hier Kickoff-Veranstaltungen, um viele Menschen in oder um eine neue Initiative zu informieren. 
    2. Wichtig sind auch agile Team-Findungsmeetings, in denen sich die Teams selbst bilden
    3. und natürlich auch Team-Building-Workshops, um neue Teams auf die Überholspur zu setzen. 
    4. Ein anderer Aspekt sind Value-Stream-Mapping-Workshops, damit alle ein abgestimmtes Verständnis auf den Wertstrom erhalten und ihn optimieren können.
  3. spontane Sessions
    Gemeint sind hier Arbeitsmeetings, die sich aus dem Kontext ergeben, zum Beispiel:
    Ein Team hat Probleme mit der Ausführung mancher Tests, die in der letzten Zeit immer fehlschlagen.
    Bei einem Kaffee sprechen zwei Team-Mitglieder darüber, tauschen sich aus über Möglichkeiten für die Lösung.
    Der Agile Team Facilitator hört dies zufällig und gibt der Session eine Struktur: schnell holt er einen weiteren Kollegen, sowie ein Flipcharts, PostIts und Stifte herbei und beginnt das Brainstorming mitzuschreiben. Er stellt Fragen. Er bittet, Einzelaspekte auf den PostIts zu sammeln… und -ahhhh- da finden die zwei Konstellationen, die noch nicht ausprobiert wurden, aber Besserung versprechen… ein Plan wird erstellt, wer was testet und man verabredet sich in 3 Stunden zur Abstimmung der Ergebnisse.
    Die Facilitation dieser Sessions ist natürlich hochgradig flexibel und benötigt einen breiten Methodenkoffer, viel Kreativität und Erfahrung.

Diese Aufteilung nach Frequenz und Planbarkeit, und letztendlich damit der Möglichkeit zur Vorbereitung, ist nur einer von vielen Aspekten, Session-Typen zu differenzieren. Aufgrund der Unterschiede in Zielgebung, Frequenz, Vorausplanbarkeit, Gruppengröße und Zeitdauer muß sich ein guter Agile Team Facilitator ein breites Spektrum an Moderationsmethoden aneignen. Das A-und-O besteht einer guten Struktur zur Verortung von Sessions in den Kontext der Organisation und um die Klarheit der Intention. 

Mehr dazu im nächsten Blogeintrag oder in unserem Training zum Agile Team Facilitator mit Zertifikat ICP-ATF von ICAgile.